Arbeitswerttheorie und Monopolprofite

Anmerkungen zu einer antiquierten werttheoretischen Erklärung

von Georg Quaas

Unter dem Titel „Arbeitswerttheorie und technologischer Wandel“ stellt der Informatiker Hans-Gert Gräbe seine eigene theoretische Erklärung der „riesigen Profite“ von Internetkonzernen vor. Doch diese Erklärung steht der Produktionsfaktorentheorie von Adam Smith näher als der ökonomischen Theorie von Karl Marx. Somit läuft der Versuch, die arbeitswerttheoretischen Grundlagen neu zu durchdenken, darauf hinaus, Marx‘ entwickelte und wohldurchdachte Theorie auf den widersprüchlichen und längst überholten Ansatz eines ihrer Vorläufer zu reduzieren. Weiterlesen

Marx und „Das Kapital“ heute

Gedanken zum 145. Jahrestag des Erscheinens des 1. Bandes
am 11. September 1867

Zu beobachten ist nach wie vor ein anhaltendes Interesse an Marx, das zwar gewissen konjunkturellen Schwankungen unterliegt, aber seit Erscheinen des 1. Bandes des „Kapitals“ nie völlig erloschen ist, nachdem die Startschwierigkeiten bei seiner Kenntnisnahme erst einmal überwunden waren. Momentan hat die jüngste Weltwirtschaftskrise ein Hoch der Marx-Rezeption provoziert, die für sich genommen aber keinesfalls ein Novum darstellt, sondern vielmehr zeigt, dass es inzwischen Generationen sind, die in der Marxschen Theorie etwas erkennen können, das ihnen Antworten auf gestellte und ungestellte Fragen zu geben vermag. Unter der vor einigen Jahren vom ZDF aufgestellten Rankingliste der berühmtesten Deutschen rangiert Karl Marx hinter Konrad Adenauer und Martin Luther auf Platz 3. So sahen ihn zumindest die 1,5 Millionen seinerzeit Befragten verortet. Weiterlesen