Die kurzfristigen Kosten der Corona-Krise

Vorbemerkung
Der folgende Beitrag wurde am 18. November 2020 beim „Wirtschaftsdienst“ eingereicht. Am 20. Januar 2021 erhielt ich die Nachricht, dass inzwischen der Vergleich mit einer anderen Einreichung möglich war, die vorgezogen wird. Gemeint ist wahrscheinlich der Beitrag von Ademmer, Jannsen und Mahlkow, in dem die Auswirkungen des zweiten Shutdowns u.a. mit dem LKW-Fahrleistungsindex analysiert wird und der dann im Heft 1/2021 veröffentlicht worden ist. Die Langfassung des folgenden, vom Wirtschaftsdienst abgelehnten Beitrages ist am 20. Dezember 2020 im Metropolis-Verlag als letztes Kapitel des Buches „Corona – der unsichtbare Feind erschienen (Autoren: Friedrun und Georg Quaas). Dort findet man zusätzlich eine Bewertung verschiedener Methoden zur Analyse des LKW-Fahrleistungsindex. Weiterlesen

Das deutsche Impf-Desaster – eine erste Recherche

Friedrun & Georg Quaas, 20.01.2021

Für bekennende Europäerinnen und Europäer ist es eine Frage der Solidarität, das national benötigte Impfkontingent gemeinsam mit den anderen EU-Ländern zu bestellen. Die Rahmenbedingungen werden dabei konsensual festgelegt. So hatten osteuropäische Sparfüchse Probleme mit dem Preis1 Weiterlesen

Arbeitswerttheorie und Monopolprofite

Anmerkungen zu einer antiquierten werttheoretischen Erklärung

von Georg Quaas

Unter dem Titel „Arbeitswerttheorie und technologischer Wandel“ stellt der Informatiker Hans-Gert Gräbe seine eigene theoretische Erklärung der „riesigen Profite“ von Internetkonzernen vor. Doch diese Erklärung steht der Produktionsfaktorentheorie von Adam Smith näher als der ökonomischen Theorie von Karl Marx. Somit läuft der Versuch, die arbeitswerttheoretischen Grundlagen neu zu durchdenken, darauf hinaus, Marx‘ entwickelte und wohldurchdachte Theorie auf den widersprüchlichen und längst überholten Ansatz eines ihrer Vorläufer zu reduzieren. Weiterlesen

Die New Austrians als Pseudo-Heterodoxe?

Friedrun Quaas

Spätestens seit der Gründung zahlreicher neoliberaler Think Tanks ist es der New Austrian School of Economics (NASE) gelungen, ihren ideologischen Einflussbereich per einschlägiger Agitation entscheidend zu erweitern. Gleichzeitig und in gewissem Gegensatz dazu pflegt sie ausdrücklich das Image, als wissenschaftlich heterodoxer Akteur jenseits des ökonomischen Mainstreams zu gelten. Auf diese Weise hat sie es erreicht, das Interesse von Vertretern der Pluralen Ökonomik zu wecken, die die Österreichische Schule inzwischen als Teil ihres heterodoxen Kanons adoptiert hat. Aber wie stimmig ist dieses Bild der NASE als Gegner der Orthodoxie? Weiterlesen